Sabine Lösung, MEP: Gezielte Tötungen und Kampfdrohnen verbieten!

 

27.02.2014

 
Zur heutigen Verabschiedung einer Resolution über den Einsatz bewaffneter Drohnen durch das Europaparlament erklärt die außen- und friedenspolitische Sprecherin der LINKEN im Europaparlament Sabine Lösing, MdEP:

“Ich begrüße, dass das Europaparlament sich

• für ein Verbot außergerichtlicher gezielter Tötungen,
• für ein Verbot der Entwicklung, der Produktion und des Einsatzes von voll autonomen Waffen ausgesprochen hat und
• dafür eintritt, bewaffnete Drohnen in die internationalen und europäischen Regime zur Abrüstung und Rüstungsexportkontrolle aufzunehmen.
 

Das ist das erste Mal, dass das Europaparlament sich klar und deutlich gegen gezielte Tötungen positioniert. Dennoch bedauere ich sehr, dass sich das EU-Parlament nicht dazu durchringen konnte, den Einsatz von Kampfdrohnen grundsätzlich abzulehnen. Denn Drohnen töten tagtäglich Zivilisten, die als Kollateralschäden entmenschlicht werden. Die Menschen sind der Willkür und ständigen Angst vor einem Angriff ausgeliefert. Sie können weder zu Hochzeiten noch Beerdigungen noch auf den Markt. Eltern schicken ihre Kinder nicht mehr in die Schule, weil sie dort ihr Leben riskieren. Das ist durch nichts zu rechtfertigen. Terror lässt sich nicht mit Terror bekämpfen.”

Sabine Lösing abschließend:

“Ich fordere ein vollkommenes Verbot von Kampfdrohnen. Kampfdrohnen sind ein Bombengeschäft für Rüstungskonzerne. Die EU finanziert dieses Geschäft über Forschungsprogramme mit. Die EU muss jegliche Finanzierung von Drohnenprogrammen sofort einstellen.”

 
 
 
FÜR DIE RESOLUTION siehe:
 
(International Business Times) Drone Strikes: European Parliament Condemns Murder of Civilians
 
(European Voice) MEPs concerned about EU drone programme

Online: US-AktivistInnen diskutieren über militärische Drohnen und Überwachungsdrohnen

Fellowship of Reconciliation will host
Panel Discussion on Drones and Resistance to Military and Surveillance Drones
at https://vonvo.com/.   

You will be able to see  the speakers in video boxes with a chat box below for submitting questions to panelists and talking with other viewers.  

The Speakers are:

  • Noor Mir of CodePink,
  • Nick Mottern of the National Network to End Drone Killing, Drone Surveillance and Global Militarization
  • Judy Bello of the Upstate Coalition to Ground the Drones and End the Wars

ModeratorLeila Zand of Fellowship of Reconciliation

‘Illegal’ Drone Strikes Condemned In Landslide Vote By European Politicians

 
The Huffington Post UK  |  By Jessica Elgot
Posted: 27/02/2014 15:16 GMT  |  Updated: 27/02/2014 15:59 GMT
Europe’s politicians have voted by a landslide to propose a ban on US drone strikes that have killed thousands in Yemen and Pakistan, calling the killings “unlawful”.

The European Parliament voted by a majority of 534 to 49 MEPs to support a resolution demanding that EU Member States “do not perpetrate unlawful targeted killings or facilitate such killings by other states”, and calling on them to “oppose and ban practices of extra judicial targeted killings.”

Green MEP and chair of the Parliament’s sub-committee on human rights Barbara Lochbihler said: “The European Parliament has today raised serious concerns with the use of military drones and the deaths of thousands of civilians resulting from drone strikes.

“MEPs have delivered a strong rebuke to the practice of targeted aerial killings outside a declared war zone, as well as the use of armed drones in war situations outside of the international legal framework.

“The EU needs to address the legal, ethical and security challenges posed by the increasing use of drones, including the urgent need to secure complete transparency and accountability.

“The resolution also stresses that EU member states should strictly refrain from participating in or facilitating extrajudicial targeted killings, for instance by sharing relevant information with countries such as the US.”

The UK and Germany will now come under increased pressure to disclose their involvement and tacit condoning of the US drone programme, which both have resisted citing national security concerns.

But both countries are believed to have aided the drone programme, a tactic President Barack Obama is known to favour, through intelligence-sharing and the provision of infrastructure at US airbases on their soil.

The resolution, sponsored by the Green group of MEPs with cross-party support, adds that “drone strikes by a State on the territory of another State without the consent of the latter constitute a violation of international law and of the territorial integrity and sovereignty of that country… thousands of civilians have reportedly been killed or seriously injured by drone strikes [but] these figures are difficult to estimate, owing to lack of transparency and obstacles to effective investigation.”

MEPs who voted in favour agreed that drone strikes are causing “considerable harm to the daily lives of ordinary civilians in the countries concerned, including deep anxiety and psychological trauma, disruption of economic and social activities and reduced access to education among affected communities.”

Last week, legal charity Reprieve lodged a complaint with the International Criminal Court concerning the involvement of NATO member states in facilitating strikes in Pakistan.

The complaint highlighted the case of Kareem Khan, whose civilian brother and son were killed in a 2009 strike in the Waziristan area of Pakistan. Khan has in recent days met with Parliamentarians from the UK, Germany and the Netherlands to discuss the impact of drone strikes in the area.

Khan called the vote “heartening news” and a sign that “Europe is listening to those who have been harmed”.

He added: “Drone strikes are not the answer. Today, Europe has taken a first step to bringing a stop to these illegal, unaccountable killings; I hope that national governments will follow suit, so that one day I may finally get justice.”

Reprieve Legal Director Kat Craig said: “Today’s vote represents a triumph of conscience by MEPs, who have issued a clear call to national European governments to come clean on their complicity with the CIA’s illegal drones programme, and bring it to an immediate halt.

“This should be a wake-up call to countries like the UK and Germany; they need to clean up their act not only by ensuring that they stop cooperating with extrajudicial killings, but also by pressuring the US for greater transparency and accountability.”

Drohnenflug missglückt: Aufklärungsflugzeug verirrt sich über Vilseck | Oberpfalz

“Diese Drohne-über-der-Oberpfalz-Meldung gestern war auch Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Linkspartei. http://andrej-hunko.de/presse/1923-us-drohnen-in-bayern-abruesten Wie nicht anders zu erwarten hat sich die Drohne nicht verflogen sondern die Amis haben sie absichtlich da lang gelenkt. Es stellt sich nämlich raus, dass die für ihre Drohnen seit einer Weile Überflugerlaubnis für den Luftkorridor zwischen Vilseck und Grafenwöhr beantragt aber nicht gekriegt haben. Und da haben sie dann halt irgendwann sagt: Scheiß drauf, wir machen das jetzt einfach, was können die schon groß tun? Eine Abuse-Email schicken?

Was das brisant macht, ist dass das Killerdrohnen sind. Die Amis behaupten zwar, dass die unbewaffnet sind, aber selbst wenn wir ihnen das abnehmen, kann man etwas überspitzt formulieren: Die US Army übt in Bayern mit Killerdrohnen “gezielte Tötungen” an zivilen Zielen, ohne die vorher zu fragen.” (via fefe)

Ausflug einer US-Drohne in den zivilen Luftraum in der Oberpfalz Florian Rötzer

27.02.2014
Passend zum angeblich versehentlichen Irrflug einer Hunterdrohne über bewohntem Gebiet, antwortet die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion
Es ist zwar schon zwei Wochen her, sorgt aber doch weiterhin für Aufmerksamkeit. Eine der in der Oberpfalz stationierten US-Drohnen vom Typ Hunter hat sich verflogen, glaubt man zumindest, und ist, wie der Bayerische Rundfunk jetzt berichtet, über ein Wohngebiet der Stadt Vilseck in niedriger Höhe mit großem Lärm geflogen, wozu aber keine Genehmigung vorlag.
Drohnen werden aus der Ferne gesteuert oder können automatisch fliegen. Die auch mit Waffen bestückbare Hunter-Drohne flog nach Auskunft des Bürgermeisters Hans-Martin Schertl um die zwei Stunden über dem Ortsteil Sorghof herum. Erst nachdem dieser der US-Armee von deren Drohne berichtet hatte, wurde diese darauf aufmerksam und bedankte sich. Der für den Drohnenflug verantwortliche Kommandeur soll, so hieß es zur Erklärung, eine falsche Route gewählt haben. Oder hat sich die Drohne verselbständigt?
Die US-Armee will Drohnen der Kategorie 2, wozu die Hunter-Systeme gehören, in zwei Korridoren im zivilen Luftraum zwischen den beiden Übungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels mit den Flugbeschränkungsgebieten ED-R 136A und 137 fliegen lassen, um vor Kriegseinsätzen Drohnenflüge unter realen Bedingungen zu üben. Dazu muss aber eine Genehmigung vorliegen, eine allgemeine Zulassung für den Flug von Drohnen hat das US-Militär von der Bundeswehr schon lange erhalten. Es lag schon eine Genehmigung für die Teststrecken im seit 2000 bestehenden Flugbeschränkungsgebiet ED-R TRA 210 vor, doch weder die deutschen Behörden noch die US-Armee hatten die lokale Bevölkerung informiert.
Als im Juli des letzten Jahres der Plan, Drohnen über zivilem Luftraum unbegrenzt fliegen zu lassen, kurz vor Beginn der lokalen Bevölkerung bekannt geworden, , schaltete sich vor allem der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Strobl ein und verlangte Auskunft vom Bundesverteidigungsministerium und der Landesregierung. Schnell wurde der Beginn der Flüge erst einmal auf den Oktober verschoben, also nach der Landtags- und Bundestagswahl (US-Army-Drohnen über Bayern).
Ende November teilte die neue Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage mit, dass bislang keine Genehmigung für Drohnen der Kategorie 2 erteilt worden sei. Auch bis heute wurden keine Flüge außerhalb von Sperrgebieten genehmigt. Über den Grund der Verzögerung ließ man sich nicht weiter aus (Drohnen-Teststrecke in Bayern bleibt noch geschlossen). Noch würden “technische Sichtungen” durchgeführt.
Die Drohnen sollen in einer Mindesthöhe von 3.300 Metern fliegen, in beiden Korridoren dürfen keine Ortschaften überflogen werden. Die in Hohenfels stationierten MQ-5B Hunterdrohnen mit einem Startgewicht von über 700 kg haben eine Flügelspanne von 10,4 m und sind 7 m lang. Die US-Armee versichert, dass die Drohnen nicht zur Aufklärung eingesetzt würden und nur mit optischen Sensoren ausgestattet seien. Eine Kontrolle ist aber nicht möglich, da es sich um ausländische Streitkräfte handelt.
Der Ortsteil Sorghof liegt direkt am Truppenübungsplatz. Gut möglich, dass sich da trainierende Anfänger vertan haben. Allerdings sind zwei Stunden Flug außerhalb des Geländes des Truppenübungsplatzes eine lange Zeit. Der Pressesprecher Brian Carlin Brian Carlin betonte, es habe sich um ein Versehen gehandelt und werde nicht mehr passieren: “Vor weiteren Flügen muss die mit dem Fluggerät übende US-Einheit neu ausgebildet und mit den Richtlinien und Einschränkungen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr neu zertifiziert werden.” Das klingt danach, dass man zumindest bei den Instruktionen geschlampt hat. Colin beteuerte auch, dass die Drohnen nicht mit Waffen ausgestattet werden können. Das kann man glauben oder nicht.
Der Bayerische Rundfunk zeigt allerdings zur Meldung ein (manipuliertes?) Bild von einer mit Raketen bewaffneten Drohne über der Oberpfalz. Der Drohnenausflug kommt auch deswegen nicht gut an, weil die US-Armee im Zuge der Sparmaßnahmen des Pentagon auch in Grafenwöhr und Vilseck 240 zivile Jobs abbauen will.
Über Informationen zu Flugunfällen von Hunterdrohnen verfügt die Bundesregierung nicht
In der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag vom 12. Februar zu den Drohnenflügen in Bayern macht die Bundesregierung klar, dass die US-Streitkräfte schon im Jahr 2003 eine Genehmigung für Drohnenflüge erhalten haben. Wann und von wem die Bundesregierung von der Stationierung erfahren hat, will man nicht beantworten. Dazu lägen keine “belastbaren Informationen mehr vor”. Das Verteidigungsministerium hat für Hunter-Drohnen am 11. August 2003 eine Fluggenehmigung erteilt, für die Shadow-Drohne am 10. Februar 2005 und für Raven-Drohnen am 3. September 2007. Das geschieht offenbar selbstherrlich: “Eine gesetzliche Verpflichtung zur Unterrichtung / Beteiligung weiterer Bundesbehörden existiert nicht.”
Die Bundesregierung versichert, dass noch keine Genehmigung für den Luftkorridor erteilt wurde und dass auch noch keine Flüge stattgefunden haben (der Ausflug der Hunterdrohne war noch nicht berücksichtigt worden). Es gebe aber keine zeitliche Beschränkung: “In der Betriebsabsprache zwischen den beteiligten Partnern wurde vorerst ein sechsmonatiger Erprobungszeitraum beginnend mit Aufnahme des Flugbetriebes und anschließender Validierung der Verfahren festgelegt. Daran anschließend ist eine dauerhafte Verfügbarkeit nach den Vorgaben der gemeinsamen Betriebsabsprache vorgesehen.”
Interessant ist nach dem Drohnenausflug die Antwort auf die Frage, wie die Bundesregierung sicherstellt, dass die US-Drohnen nur in den genehmigten Korridoren fliegen:
Die bestehenden Regelwerke über zwischenstaatliche Kooperationen und gegenseitige Stationierungen von Streitkräften in einem Partnerland werden in Verbindung mit den Genehmigungsverfahren und örtlichen Betriebsverfahren als ausreichend für den sicheren und regelkonformen Betrieb von UAS gesehen. Im Übrigen wird auf die Antwort auf Frage 19 verwiesen.
Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung zu einer lückenlosen Erfassung, Überwachung und Dokumentation aller in Deutschland stattfindenden Flugbewegungen mit US-amerikanischen UAS. Seitens der Bundesregierung wird kein Bedarf an einer kontinuierlichen Überwachung und Dokumentation durch nationale Dienststellen gesehen.
Weiter teilt sie mit, ihr sei bekannt, dass Hunter-Drohnen auch bewaffnet eingesetzt werden können, aber dass die in Deutschland stationierten Drohnen nur über eine “optische Aufklärungssensorik” verfügen. Über Informationen zu Flugunfällen von Hunterdrohnen verfügt die Bundesregierung nicht, was aber eigentlich schon von Interesse sein sollte, wenn eine Genehmigung für den zivilen Luftraum erteilt werden soll. Für Schäden würde nach dem Nato-Truppenstatus die USA zu 75 Prozent haften.
Überdies finden zu Übungszwecken auf den US-Stützpunkten auch Flüge von deutschen Drohnen des Typs LUNA und KZO statt.

Drohnenkampagne – Termine

4. Termine

01.03.2014, KASSEL: TREFFEN DER DROHNENKAMPAGNE,
12:00 – 17:00 UHR IM CAFE BUCH-OASE (Germaniastrasse 14, Haltestelle
“Kirchweg”)

27.02.2014, Bremen: Töten per Fernbedienung – Kampfdrohnen im weltweiten
Schattenkrieg
Buchvorstellung mit dem Herausgeber Peter Strutynski und Autor Ralf E.
Streibl, 19.30 Uhr, Buch- und Kunsthandlung Franz Leuwer, Am Wall 171,
VA: Bremer Friedensforum, Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK),
Nordbremer Bürger gegen Krieg, Bremische Stiftung für Rüstungskonversion
und Friedensforschung

02.03.2014, Magdeburg: Die Drohnenkriege. Kriegsführung der Zukunft
Vortrag und Diskussion mit Norbert Schepers, 16-18 Uhr, Dolle(Altmark),
VA: Bürgerinitiative OFFENe HEIDe gemeinsam mit der RLS Sachsen-Anhalt
(nach dem 248. Friedensweg der BI, der um 14 Uhr beginnen wird)

20.03.2014, Braunschweig: Drohnen – eine neue Perversion des Rechts
Vortrag und Diskussion mit Gerhard Piper, 19 Uhr, VHS Braunschweig, Alte
Waage 15, VA: Friedenszentrum im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Wege zu
einer Kultur des Friedens”

30.3.2014, Berlin: Drones: Making the Invisible Visible
Shahzad Akbar (Foundation for Fundamental Rights, Pakistan) im Gespräch
mit Andreas Schüller (ECCHR), Haus der Kulturen der Welt, 15 Uhr,
deutsch und englisch, Eintritt im HKW erforderlich

15.04.2014, Gotha: “Die Drohnenkriege – Vom Krieg gegen den Terror zu
den Roboterkriegen der Zukunft?”
18.30-20.30 Uhr, Volkssolidarität, Jüdenstr. 44, veranstaltet von: MdB
Renner

16.-18.05.2014, Potsdam: 100 Jahre Erster Weltkrieg: Wissenschaft
zwischen Krieg und Frieden Militarismus und Militarisierung von
Wissenschaft und Forschung damals und heute
Auch Vorträge zu Drohnen, u.a. mit Subrata Ghoshroy
Universität Potsdam – Campus Griebnitzsee, Haus der
Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Drohnenkampagne – Nachrichtensammlung zu Drohnen

3. Nachrichtensammlung zu Drohnen

25.2.2014
Rolls-Royce entwickelt Drohnen-Frachtschiffe
http://www.bloomberg.com/news/2014-02-25/rolls-royce-drone-ships-challenge-375-billion-industry-freight.html

24.2.2014
Global Hawk sorgt für die Ausmusterung des U-2-Spionageflugzeugs
http://qz.com/180397/drones-are-finally-driving-the-u-2-spy-plane-out-of-business/

24.2.2014
Bundesregierung will weiter Handydaten an USA übermitteln – Gefahr der
Nutzung für Drohnenmorde?
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bundesregierung-will-weiter-handydaten-an-die-usa-uebermitteln-a-955255.html

23.2.2014
Lockheed Martin erhält einen Auftrag zur Entwicklung eines vollautonomen
Aufklärungs-, Überwachungs- und Zielerfassungssystems, unter Hilfe von
Drohnen-Hubschraubern und -Fahrzeugen
http://www.spacewar.com/reports/Lockheed_Martin_Receives_Contract_For_SMSS_KMAX_Cooperative_Teaming_Demo_999.html

22.2.2014
Britisch-israelische “Watchkeeper”-Drohne beginnt Erprobungsflüge über UK
http://dronewars.net/2014/02/22/watch-out-watchkeepers-over-wiltshire/

21.2.2014
USA experimentieren mit Elektroschocks, um Drohnen-Piloten wach zu halten
http://www.independent.co.uk/life-style/gadgets-and-tech/news/pentagon-experiments-with-electric-shocks-to-keep-drone-pilots-awake-9144361.html

20.2.2014
UK hat weitere 5 US-Reaper-Drohnen geliefert bekommen, hat jetzt 10 Stück
http://www.janes.com/article/34434/uk-receives-full-complement-of-reaper-uavs

20.2.2014
UN: Anzahl ziviler Opfer durch Drohnenangriffe in Afghanisten im letzten
Jahr verdreifacht
http://droneswatch.org/2014/02/20/civilian-drone-deaths-triple-in-afghanistan-un-agency-finds/

20.2.2014
Weitere Details über einen Drohnen-Angriff auf jemenitische
Hochzeitsgesellschaft mit 12 Toten
https://firstlook.org/theintercept/article/2014/02/20/report-yemen-wedding-drone-strike-may-violated-laws-war/

19.2.2014
Drachen statt Drohnen fliegen lassen – Aktionswochenende am 21.-23.3.2014
https://netzpolitik.org/2014/fliegt-drachen-keine-drohnen-internationales-aktionswochenende-vom-21-bis-23-maerz/

19.2.2014 Deutsch-Französische Erklärung: Wir unterstützen die
Entwicklung einer neuen Generation von Überwachungsdrohnen (PDF, Seite 19)
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2014/02/2014-02-19-dt-fr-erklaerung.pdf

19.2.2014
Zahlen über von UK in Afghanistan mittels Drohnen verschossene Raketen
und Bomben: 455 bis Nov.2013
http://warlawspace.com/2014/02/19/data-and-weapons-releases/

19.2.2014
Fliegt Drachen, keine Drohnen – Aktionswochenende 21.-23.3.2014
https://netzpolitik.org/2014/fliegt-drachen-keine-drohnen-internationales-aktionswochenende-vom-21-bis-23-maerz/

16.2.2014
Neue US-Düsentriebwerk-Kampfdrohne “Avenger” soll auch außerhalb von
Afghanistan stationiert werden, aber dort dann eingesetzt werden können,
vier Prototypen bereits gebaut, CIA will Einsatzverantwortung nicht abgeben
http://www.latimes.com/world/asia/la-fg-drone-bases-20140216,0,2170648.story#axzz2tWCBzHFE

14.2.2014
Roboter-Termiten als autonome Bauhelfer
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40995/1.html
https://www.youtube.com/watch?v=PtY3LOkxAtc

14.2.2014
Unklare Lage um Funktionsfähigkeit der Eurohawk-Spionagetechnik – soll
der Eurohawk reaktiviert werden?
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40998/1.html

13.2.2014
Modellflugzeuggroße Bundeswehr-Drohne neben Wohnhaus in der Nähe von
Magdeburg abgestürzt
http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/letzlinger-heide-bundeswehr-drohne-bei-colbitz-abgestuerzt,20641266,26180074.html

13.2.2014
Ökumenischer Rat der Kirchen verdammt den Einsatz bewaffneter Drohnen
http://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/use-of-drones-condemned-by-wcc

12.2.2014
Aufschwung für neue Anwendungen ziviler Drohnen: Überprüfung von
Stromleitungen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Energiewende-bringt-neue-Drohnen-Einsatzgebiete-Leitungscheck-bei-voller-Last-2111320.html

12.2.2014
Die unendliche Geschichte einer Pannendrohne
http://www.welt.de/politik/deutschland/article124795219/Die-unendliche-Geschichte-einer-Pannendrohne.html

12.2.2014
Statewatch: Studie zeigt: Förderung der Drohnenindustrie kostet die
europäischen Steuerzahler Millionen von Euro
http://www.statewatch.org/news/2014/feb/sw-tni-eurodrones-inc-feb-2014-press-release-ger.pdf
und hier
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40973/1.html

12.2.2014
Bundesregierung lässt untersuchen, ob man Insektengifte gegen
Eichprozessionsspinner nicht evtl. auch mittels Drohnen versprühen kann …
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/005/1800502.pdf

12.2.2014
Sehr lesenswerter Beitrag der IMI zum Drohnen-Diskurs in Deutschland!
http://www.imi-online.de/2014/02/12/risiko-regulierung/

11.2.2014
Vereinigte Arabische Emirate wollen vermehrt Drohnen einsetzen: Zur
Zustellung von Dokumenten und zur Videoüberwachung
http://www.heise.de/newsticker/meldung/VAE-testen-Drohnen-als-Amtsboten-2111147.html

11.2.2014
Österreichischer Drohnen-Hersteller Schiebel liefert Drohnen für die
italienische Marine
http://www.suasnews.com/2014/02/27460/schiebel-camcopter-s-100-wins-italian-navy-contract/

11.2.2014
Pakistanischer Drohnen-Aktivist vor Reise nach Deutschland entführt und
unbekannt verschleppt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-anti-drohnen-aktivist-kareem-khan-vor-reise-nach-berlin-entfuehrt-a-952757.html

10.2.2014
Über das fliegende Überwachungssystem Hawkeye II, das schon jetzt in der
USA zur Überwachung von Städten eingesetzt wird
http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Staedte-werden-aus-der-Luft-ueberwacht-2109434.html

10.2.2014
Jeremy Scahill und Glenn Greenwald über die Rolle der NSA im
US-Drohnenmordprogramm
https://firstlook.org/theintercept/article/2014/02/10/the-nsas-secret-role/

10.2.2014
Software mit NSA-Daten bestimmt US-Tötungsziele
http://www.golem.de/news/drohnenangriffe-software-bestimmt-toetungsziele-1402-104473.html

10.2.2014
Über Hinweise darüber, wie Drohnenmord-Ziele mittels Handydaten
ermittelt werden und wie sehr dieses zu unschuldigen Opfern führt
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40962/1.html

10.2.2014
Industrie-Demo-Video: Drohnen-Fahrzeug-Kontrolle mit anschließender
Erschießung eines Flüchtenden
https://www.youtube.com/watch?v=nGjlnNYhrBU

10.2.2014
UK hat sich bis zu 250 mal amerikanische Kampfdrohnen für
Drohnenangriffe ausgeliehen
http://rt.com/news/uk-us-drones-strikes-320/

10.2.2014
Israelische IAI hat Heron Drohne erweitert/aufgebohrt
http://www.janes.com/article/33754/singapore-airshow-2014-iai-unveils-new-super-heron-hf-uav

10.2.2014
Neue Informationen darüber, wie US-Amerikaner auf Metadaten (auch aus
Deutschland) beruhend Drohnen-Mord-Einsätze durchführen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Toedliche-US-Drohneneinsaetze-werfen-Fragen-auf-2110348.html

6.2.2014
Chile überwacht indigene Einwohner mittels Drohnen
http://amerika21.de/2014/02/96983/drohnen-ueberwachen-mapuche

5.2.2014
Erste Bilder der britischen Tarnkappen-Kampfdrohne “Taranis” im Flug
veröffentlicht
http://rt.com/news/killer-robot-drone-uk-735/

3.2.2014
Auf der Suche nach einem schöner klingenden Namen für “Drohne”
http://devel.malaysiandigest.com/opinion/486112-drones-or-unmanned-aerial-vehicles-uav-the-search-for-a-more-positive-name.html

1.2.2014
Lockheed Martin und seine Tests unbemannter Transport-Konvois
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ein-Konvoi-unbemannter-Trucks-2103959.html

31.1.2014
Wie wird die teure Aufklärungselektronik des EuroHawk weiter verwendet?
Wird sie überhaupt?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Drohnen-Aufklaerungssystem-ISIS-oder-AISIS-das-ist-die-Frage-2103321.html
https://netzpolitik.org/2014/das-von-eads-gebaute-und-fuer-den-euro-hawk-konzipierte-spionagesystem-isis-fliegt-bald-wieder/

31.1.2014
Britisch-französisches Drohnenprojekt erhält mehr Geld
http://dronewars.net/2014/01/31/anglo-french-combat-drone-project-gets-more-funding/

31.1.2014
Debatte um Drohnen-Forschungsvorhaben an der Uni Marburg
http://www.op-marburg.de/Lokales/Marburg/Politiker-geisseln-Drohnen-Forschung-in-Marburg

30.1.2014
Briten und Franzosen mit gemeinschaftlichem
Drohnen-Entwicklungsprogramm? Treffen zwischen Hollande und Cameron
http://rt.com/news/britian-france-drone-development-418/

30.1.2014
Erste Drohne in Europa offiziell und behördlich zugelassen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Erste-Drohnen-Zulassung-in-Europa-2097251.html

29.1.2014
Bemerkenswerter, wenn auch nicht umumstrittener Appell eines
Oberstleutnants d.R. gegen Kampfdrohnen
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40845/1.html

29.1.2014
Video einer im Nahen Osten abgestürzten/notgelandeten US-Drohne, die von
wütenden Kindern mit Steinen beworfen wird
https://www.youtube.com/watch?v=_R0-8aVz85s&feature=youtu.be

29.1.2014
USA setzen Drohnen-Überwachung an der Grenze nach Kanada aus, nachdem
eine der Drohnen abgestürzt ist
http://blogs.ottawacitizen.com/2014/01/29/no-more-drones-flying-along-u-s-canada-border-for-now/

27.1.2014
Weißrusslands Diktator Lukaschenko will keine Überwachung der Grenzen
zur EU mittels Drohnen
http://eapmigrationpanel.org/page46941.html

26.1.2014
Die US-Amerikaner setzen sich intensiv dafür ein,
CIA-Drohnen-Stützpunkte in Afghanisten weiterbetreiben zu können/dürfen
http://www.nytimes.com/2014/01/27/world/asia/afghanistan-exit-is-seen-as-peril-to-drone-mission.html?_r=0

25.1.2014
Beitrag über kleine Drohnen, Schwarmverhalten und autonome Anwendungen
http://www.nbcnews.com/technology/swarms-drones-could-be-next-frontier-emergency-response-2D11988741?utm_content=bufferee713

24.1.2014
Briten entwickeln zusammen mit den USA neue Drohnen-Raketenbewaffnung
“Brimstone”
http://www.flightglobal.com/news/articles/uk-analysing-reaper-results-with-brimstone-missile-395210/

24.1.2014
US-Armee will stärker auf Roboter setzen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Army-will-staerker-auf-Roboter-setzen-2097050.html

23.1.2014
Erfolgreiche Erprobung elektronischer Angriffswaffen an Reaper-Drohnen,
die eine neue Form von Kriegen und Repressionen einleiten
http://blogs.ottawacitizen.com/2014/01/23/predators-electronic-attack-capability-demonstrated/

22.1.2014
Über einen vom österreichischen Studenten auf der Münchner
“Sicherheitskonferenz” gehaltenen Vortrag zum Thema autonome Waffen
https://www.securityconference.de/news/article/a-war-without-humans-the-threat-of-lethal-autonomous-weapons/

20.1.2014
Google setzt auf Robotik als Langzeitstrategie
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-setzt-auf-Robotik-als-Langzeitstrategie-2075100.html
und
http://www.heise.de/tr/artikel/In-den-letzten-20-Jahren-gab-es-eine-enorme-Beschleunigung-2075102.html

13.1.2014
Libyen will italienische Drohnen kaufen, Italiens Predator fliegen bis
zur Sahara
http://parcodeinebrodi.blogspot.de/2014/01/migranti-340-militari-libici-addestrati.html

13.1.2014
Ca. 60% der US-Amerikaner gegen autonome Waffen laut Regierungs-Umfrage
http://www.whiteoliphaunt.com/duckofminerva/wp-content/uploads/2013/06/UMass-Survey_Public-Opinion-on-Autonomous-Weapons_May2013.pdf

11.1.2014
Algerien kauft Drohnen aus Russland, China und USA ein
http://ffm-online.org/2014/01/11/algerien-kauft-zur-grenzueberwachung-drohnen-aus-russland-china-usa/

xx.1.2014
Über die neue Dimension der Drohnenüberwachung, Beitrag von Matthias
Monroy und Andrej Hunko
http://www.rosalux.de/publication/40167

Drohnenkampagne – Aktuelle Entwicklungen

2. Aktuelle Entwicklungen

Wie erwähnt, hält sich die Bundesregierung gegenwärtig mit ihren Plänen
zur Beschaffung neuer Drohnen sehr bedeckt. Die neue
Verteidigungsministerin hat mit einem großen Knall, einem offensichtlich
nicht unbeabsichtigt an die Öffentlichkeit gelangten Brief
(http://augengeradeaus.net/2014/02/vdl-brief-an-die-mitarbeiter-das-ist-kein-haltbarer-zustand/)
im Beschaffungswesen aufgeräumt. Zwar ist in diesem Brief auch von
“vollständige[r] Transparenz für Parlament und Öffentlichkeit” die Rede;
dass nach der Umstrukturierung Projekte etwa im Drohnenbereich nicht
schneller und lautloser über die Bühne gebracht werden können, ist damit
aber noch lange nicht gesagt. Die Rüstungsindustrie geht jedenfalls
weiter von einem großen Interesse der Bundesregierung am Kauf von Heron
TP Drohnen des israelischen Anbieters IAI zur Bildaufklärung aus
(http://www.janes.com/article/33754/singapore-airshow-2014-iai-unveils-new-super-heron-hf-uav)
der sicherlich auch Thema der gegenwärtigen deutsch-israelischen
Regierungskonsultationen ist, an denen auch von der Leyen teilnimmt
(http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/gute-stimmung-bei-deutsch-israelischen-konsultationen–81220027.html).
Zur israelischen Rolle in der Drohnenentwicklung hat kürzlich Drone Wars
UK eine ausführliche Studie veröffentlicht
(http://dronewarsuk.files.wordpress.com/2014/01/israel-and-the-drone-wars.pdf).

Weiterhin eher hinter den Kulissen wird auch an der Weiterverwendung des
Systems zur Signalerfassung ISIS gearbeitet, das ursprünglich in die
höher fliegende Euro Hawk eingebaut werden sollte. Matthias Monroy
informiert über den Stand der Debatte: Im Gespräch ist die Verwendung in
bemannten Flugzeugen, die Verwendung einzelner Komponenten in
Heron-I-Drohnen oder auch eine Reanimierung des Projekts Euro Hawk
(http://www.heise.de/tp/artikel/40/40998/1.html, s. auch:
http://www.andrej-hunko.de/presse/1863-keine-weitere-aufruestung-militaerischer-spionage).

An dieser Stelle sei auch ein kurzer Schwenk zur allgemeinen Ankündigung
eines künftig verstärkten militärischen deutschen Engagements erlaubt,
die im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz erklärt wurde
(http://www.imi-online.de/2014/02/01/sicherheitskonferenz-generalangriff-der-kriegstreiber/).
Realisieren soll sich dieses zunächst in Afrika im sog. “Sahara-Gürtel”
(http://www.imi-online.de/2014/01/31/akteur-werden-in-afrika/). Zwar
bestehen die hier angebotenen Kapazitäten Deutschlands v.a. in der
bemannten Luftfahrt – Truppen- und Materialtransporte, Luftbetankung –
aber auch in Ausbildungs- und Sicherungsaufgaben. Die weitläufigen und
schwer kontrollierbaren Einsatzgebiete dieser Region und ein immer
deutlicher dem “Krieg gegen den Terror” angepasstes Einsatzprofil legen
jedoch nahe, dass auch nach einem möglichen Rückzug aus Afghanistan
Forderungen nach Anschaffung bewaffneter und unbewaffneter Drohnen “zum
Schutz deutscher Soldaten” mit Verweis auf die neuen Einsätze in Afrika
nicht lange auf sich warten lassen werden. Bei der Nutzung von
militärischen Aufklärungsdrohnen für Aufgaben, die an sich eher der
Inneren Sicherheit zugeordnet werden, den Kampf gegen die “Müll-Mafia”
einerseits
(http://www.imi-online.de/2014/01/19/drohnen-und-militaer-gegen-die-umweltmafia-in-italien/)
und der Flüchtlingsabwehr andererseits
(http://www.imi-online.de/2014/01/28/mare-nostrum-humanitaere-operation-oder-deckmantel-militarisierter-migrationspolitik/)
scheint sich hingegen gegenwärtig insbesondere Italien hervortun zu wollen.

Auch in diesem Kontext ist es wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen,
dass unbemannte Flugzeuge, deren Verwendung rasant zunimmt, nach wie vor
häufig abstürzen. So auch eine der in der DR Kongo im Rahmen einer
UN-Mission erstmals eingesetzten und von der Herstellerfirma SELEX
selbst bedienten Drohnen des Typs Falco wenige Wochen nach Beginn ihres
Einsatzes am 15. Januar
(http://www.reuters.com/article/2014/01/15/us-congo-democratic-un-idUSBREA0E0I720140115).
Auch nahe dem Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Colbitz-Letzlinger
Heide (gegen das seit Jahren Proteste stattfinden,
http://warstartsherecamp.org/) ist kürzlich – diesmal eine LUNA-Drohne
der Bundeswehr – außerhalb des zugelassenen Luftraums nahe einem
Wohngebiet abgestürzt
(http://www.mdr.de/nachrichten/drohne-absturz-colbitz-letzlinger-heide100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html).
Auffällig ist (auch) in diesen beiden Fällen, dass die Medien zunächst
basierend auf Augenzeugen von einem “Absturz” berichten (die LUNA hätte
sich gar “in den Boden gebohrt”), später jedoch die offizielle
Darstellung einer “Notlandung” bzw. missglückten Landung übernehmen. Die
Aussage, dass die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt einer Gefährdung
ausgesetzt war, darf jedenfalls getrost bezweifelt werden, musste bei
der LUNA-Drohne Staatssekretär Brauksiepe doch einräumen, dass “die
Bundeswehr keine Kontrolle mehr über die abgestürzte Drohne hatte”
(http://www.dielinke-magdeburg.de/presse/presseerklaerungen/detail/kategorie/wulf-gallert-fraktionsvorsitzender-der-partei-die-linke-sachsen-anhalt-1/zurueck/presseerklaerungen/artikel/luna-drohne-in-der-colbitz-letzlinger-heide-war-nachweislich-nicht-unter-kontrolle/).

Drohnen-Kampagne – Neues von der Kampagne

1. Neues von der Kampagne
Nachdem Ende letzten Jahres die Aktivitäten der Kampagne mit einem
internationalen Vernetzungstreffen in Berlin, Protestaktionen u.a. vor
dem Bundeskanzleramt, dem AfriCom bei Stuttgart und anlässlich des
Verteidigungsgipfels in Brüssel einen Höhepunkt erreicht haben, ging es
im Januar und Februar bislang eher ruhig zu. Das hat auch damit zu tun,
dass sich einerseits die neue Bundesregierung zum Thema
Drohnenanschaffung bislang sehr bedeckt hält, andererseits ist auch ein
verstärktes Engagement professioneller NGOs hinsichtlich der
Drohnenthematik spürbar. So haben Statewatch und das Transnational
Institute einen ausführlichen Bericht darüber vorgelegt, wie die EU
insbesondere über die Forschungsförderung die Drohnenindustrie
finanziell und organisatorisch unterstützt
(http://www.tni.org/eurodrones

). Die Heinrich-Boell-Stiftung hat
ebenfalls eine ausführliche Publikation zur Drohnen-Debatte
veröffentlicht
(http://www.boell.de/sites/default/files/endf_high-tech-kriege.pdf), die
aus dem Umfeld unserer Kampagne kritisch rezensiert wurde
(http://www.imi-online.de/2014/02/12/risiko-regulierung/). Die britische
NGO Reprieve hat Mitte Februar eine Klage beim International Criminal
Court (ICC) in Vertretung des Pakistaners Kareem Khan eingereicht,
dessen Söhne bei einem US-Drohneneinsatz in Pakistan getötet wurden
(http://edition.cnn.com/2014/02/15/world/asia/pakistan-drone-activist/).
Die Anklage richtet sich gegen Deutschland, UK und Australien wegen
Beihilfe, da die USA das Römische Statut nicht ratifiziert haben. Khans
pakistanischer Anwalt wird gemeinsam mit Andreas Schüller vom European
Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hierüber am 30. März
2014 im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, berichten
(https://www.hkw.de/en/programm/projekte/veranstaltung/p_100535.php).
Die Voices for Creative Non-Violence UK haben für Ende März zu
Aktionstagen in Afghanistan unter dem Motto “Drachen statt Drohnen”
aufgerufen (http://vcnvuk.wordpress.com/2013/12/02/fly-kites-not-drones/)

Von unserer Kampagne selbst gibt es u.a. zu berichten, dass in
Baden-Württemberg eine kleine, aber sehr erfolgreiche und informative
Veranstaltungsreihe mit Christian Fuchs, einem der Autoren des Buches
“Geheimer Krieg – Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror
gesteuert wird”, organisiert wurde
(https://www.die-anstifter.de/termine/christian-fuchs-geheimer-krieg-wie-von-deutschland-aus-der-kampf-gegen-den-terror-gesteuert-wird/).
Dieses Buch wird auch in einer Sammelrezension der IMI über Bücher im
Zusammenhang mit der Drohnenkriegführung empfohlen
(http://www.imi-online.de/2014/02/07/buecher-ueber-drohnen-von-der-informationsflut-eines-geheimen-krieges/).
Das Netzwerk Friedenssteuer hat einen (überarbeiteten) Musterbrief zur
Verweigerung der Finanzierung der Anschaffung von Drohnen online
gestellt
(http://blog.friedenssteuer.de/2013/12/18/meine-1321-e-aktion-gegen-beschaffung-von-drohnen/).
Die Mitgliedsgruppe der Kampagne IPPNW hat angeregt, mit einem Brief an
den Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK)
einen Prozess zur internationalen Ächtung militärischer Drohnen
anzuregen, ein breites internationales Bündnis ruft außerdem zu
“Aktionstagen zur Beendigung der Drohnentötungen, Drohnenüberwachung und
globaler Militarisierung” im April und Mai auf. Ob und wie wir uns an
beidem beteiligen bzw. das unterstützen, wird u.a. Gegenstand unseres
nächsten Kampagnentreffens sein.