Von Engeln und Drohnen- Gedicht von Paul Gerhardt Buttler

Wo die Engel nicht mehr wohnen,
kreisen unbemannte Drohnen.
Sie behüten gottvergessen
Wirtschaftsraum und Machtinteressen
gegenüber Terroristen –
vorzugsweise Islamisten,
die zu Terror-Übungszwecken
sich im Nachbarland verstecken.
Solche werden aufgespürt,
elektronisch vorgeführt
und – wenn fernher so beschlossen –
mit Raketen abgeschossen,
(Welche gleichfalls ferngesteuert
oft die gleiche Drohne feuert).
Dafür braucht man kein Gericht,
und auch Kriegserklärung nicht.
Weitre Schäden sind egal.
Sie sind nur kollateral.

Frieden scheint somit gewahrt.
Doch der ist von andrer Art,
als die Engel ihn verkündet:
Friede, der in Liebe gründet,
die sich für der Menschen Leben
selber in den Tod gegeben.

Engel helfen zum Verstehn,
Drohnen nur zum Untergehn.
Letzteres – kaum zu bestreiten –
gilt am Schluss für beide Seiten;
denn der Gegner rüstet nach
und hält die Bedrohung wach.

Vieles wäre zu gewinnen,
würden Gegner sich besinnen,
über eigenen Interessen
nicht die andrer zu vergessen.

Nach wie vor will doch auf Erden
so wie damals Frieden werden,
Friede, der den Schöpfer ehrt,
dem wir Menschen liebenswert.

Paul Gerhardt Buttler, Hamburg

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