Pressemitteilung: Drohnenkampagne

Pressemitteilung:
Drohnenkampagne sammelt über 10.000 Unterschriften und prominente Unterstützer wie Noam Chomsky, TOCOTRONIC und Volker Pispers
(Berlin/Tübingen) Als unterstützende Gruppe der Kampagne „gegen die Etablierung von Drohnentechnologie für Krieg, Überwachung und Unterdrückung“ (drohnen-kampagne.de) freut sich die Informationsstelle Militarisierung (IMI), Trägerin des Aachener Friedenspreises von 2011, über die heute bekannt gegebene Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer der Drohnen-Kampagne.
Um 11 Uhr verkündete Laura von Wimmersperg von der Friedenskoordination Berlin im Gewerkschaftshaus der GEW/Berlin das gute Zwischenergebnis von über 10.000 vor allem offline und auch online gesammelten Unterschriften für den Appell „Keine-Kampfdrohnen“. Auch prominente Unterstützerinnen und Unterstützer waren unten diesen 10.000 Stimmen: der US-amerikanische Sprachwissenschaftler und Kritiker Noam Chomsky, die Band TOCOTRONIC, der Kabarettist Volker Pispers sowie Rolf Gössner, Florence Hervé, Jürgen Grässlin, Anne Roth, Saskia Sassen, Hans-Christoph von Sponeck und Günter Wallraff.
Zudem wurden die Wahlprüfsteine der Kampagne vorgestellt, auf die alle Parteien im Bundestag und unterstützende Parteien der Kampagne (Grüne, Linke, Piraten, DKP) bezüglich ihrer Positionen zu Drohnen antworteten. Michael Ebeling vom Friedensbüro Hannover hob dabei die Bedeutung der Frage gerade vor den Bundestagswahlen hervor:
„Die in Berlin und Brüssel vorangetriebenen Projekte zu Kampf- und Überwachungsdrohnen führen zu einer Vervielfachung und Automatisierung der Einsätze solcher Drohnen im In- und Ausland. Das ist eine Entwicklung, die sich gegen die Entwicklung von freien und demokra-tischen Gesellschaften wendet.“
Elsa Rassbach, deutsch-amerikanische Journalistin und Friedensaktivistin betonte noch besonders die deutsche Rolle: „Wenn die deutsche Regierung die Anschaffung der Kampfdrohnen durchsetzt, ist zu erwarten, dass die bewaffneten Drohnen sich in Europa und auch in anderen Ländern schnell ausbreiten werden. Wenn aber die deutsche Regierung ‚nein‘ sagt, bestünde zumindest eine Chance, eine Grundlage für ein verbindliches internationales Abkommen gegen Kampfdrohnen vorzubereiten.“
Die Drohnen-Kampagne richtet sich weder gegen Drohnen im Allgemeinen, noch beschränkt sie sich in ihrer Kritik nur auf Kampfdrohnen. Die Initiative mit derzeit 138 Unterstützungs-gruppen und vielen tausend Einzelunterstützerinnen und -unterstützern wendet sich vielmehr gegen jegliche Form von Drohneneinsätzen im Dienste von Krieg, Überwachung und Unter-drückung. Mehr Informationen unter drohnen-kampagne.de.
Kontakt:        Thomas Mickan, Informationsstelle Militarisierung,
imi@imi-online.de, 07071/49154

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